skip to Main Content
(0151) 52 44 17 77 jensheitmueller@posteo.de

Depressionen

Depressionen sind furcht­bar. In gedrück­ter Stimmung ohne Antrieb oder Lust auf irgend­was oder irgend­wen mit den Kreisgedanken, die den Depressiven frucht­los aus­fül­len. Ein ver­nünf­ti­ger Schlafrhythmus fehlt oft völ­lig, die Leistungsfähigkeit ist völ­lig dahin und die grund­le­gen­den Gefühle sind Hoffnungslosigkeit, Ängstlichkeit, Gefühllosigkeit und inne­re Leere.

Sowohl die Mittel der TCM wie Akupunktur und Kräuterrezepturen als auch Elemente der Hypnotherapie kön­nen in sol­chen Zeiten hilf­reich sein.

Depressionen und TCM

Wie könn­te die Herangehensweise eines Arztes für Traditionelle Chinesische Medizin bei der Behandlung von Depressionen sein? In der Anamnese macht man sich ein Bild von der Entwicklung der Krankheitsgeschichte, von der Symptomatik, von den Beschwerden des Patienten. Die Krankheitsgeschichte wird dabei über­setzt in die Sprache der Chinesischen Medizin, in die soge­nann­ten “Disharmonie‐Muster”. Das Ziel ist, Akupunkturpunkte und Heilkräuter zu fin­den, die für einen spe­zi­el­len Menschen mit Depressionen hilf­reich sein könn­ten.

Symptom: Erschöpfung

Erschöpfung an sich zum Beispiel sagt mir noch nicht, wel­ches Kraut dage­gen gewach­sen ist. Aber die Erschöpfung gepaart mit wei­chem Stuhl, einem emp­find­li­chen Bauch, einer rela­tiv dicken und blas­sen Zunge mit Zahneindrücken und dün­nem weiß­li­chen Belag, einem schlüpf­ri­gen Puls am rech­ten Handgelenk und einer viel­leicht etwas fah­len Hautfarbe deu­tet auf eine Schwäche des Milz‐Qi hin, eine von meh­re­ren mög­li­chen TCM‐Diagnosen bei Depressionen.

So könnte eine TCM‐Rezeptur aussehen

Gui Pi Tang

Die Kräutermischung, die die Milz wie­der­her­stellt.

Diese klas­si­sche Mischung wäre eine Möglichkeit, die Behandlung einer Depression zu begin­nen, die sich durch Grübeln, Sorgen, Schlafstörungen, Herzklopfen und Abgeschlagenheit “aus­zeich­net”. Die fol­gen­den Kräuter sind ent­hal­ten:

Süßholzwurzel (Radix Glycyrrhizae). Kräftigt das Qi: z.B. bei Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Herzklopfen und Schlafstörungen. “Qi kräf­ti­gen” meint als “tech­ni­scher Ausdruck” in der Sprache der TCM: die Leistungsfähigkeit des Organismus bzw. ein­zel­ner Organe unter­stüt­zend.

Ginsengwurzel (Radix Ginseng). Qi und Yin ergän­zend: z.B. bei Erschöpfung, Verdauungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Impotenz.

Frische Ingwerwurzel (Rhizoma Zingiberis recens). Wirkt schleim­lö­send und ver­dau­ungs­för­dernd: z.B. bei Erkältungen, Übelkeit, Erbrechen.

Chinesische Datteln (Fructus Jujubae). Stützt das Qi der Mitte: z.B. bei Verdauungsstörungen, Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen.

Longanfrüchte (Arillus Longan). Stützt Qi und Blut: z.B. bei Grübeln, sich Sorgen, Depressionen, Herzklopfen, Schlafstörungen.

Stacheljujubensamen (Semen Zizyphi spi­no­sae). Beruhigt Herz und Geist: z.B. bei Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Vergeßlichkeit, Schwindel.

Angelikawurzel (Radix Angelicae sinen­sis). Bewegt und ergänzt das Blut: z.B. bei Blässe, Trockenheit, Herzklopfen, Schlaflosigkeit.

Großköpfige Atractylodeswurzel (Rhizoma Atractylodes Macrocephalae). Stützt das Qi, trock­net trü­be Säfte: z.B. bei Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Durchfall.

Tragantwurzel (Radix Astragali). Stützt und ergänzt Qi: z.B. bei Erschöpfung.

Sibirische Kreuzblumenwurzel (Radix Polygalae). Herz und Geist besänf­ti­gend: z.B. bei Angst, Ruhe‐ und Schlaflosigkeit, Herzklopfen, Konzentrationsunfähigkeit.

Alantwurzel (Radix Aucklandiae), bewegt und regu­liert den Fluß des Qi in der (Leibes-)Mitte z.B. bei Völlegefühl, Blähungen und Bauchweh.

Back To Top