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Für die Behandlung von Infertilität bei Kinderwunsch mit den Mitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist das Verständnis des weiblichen Zyklus aus der Sicht der Chinesischen Medizin wesentlich. Das Verständnis der Besonderheiten der Yin-Yang-Muster in den einzelnen Zyklusphasen und die Kenntnis der Wirkungen von Akupunkturpunkten (z.B. „Milz stützend“) und Heilkräutern (z.B. „Yang ergänzend“) ermöglichen es, ein individuell passendes Behandlungskonzept zu erstellen. Hierbei wird, wie bei jeder TCM-Behandlung, das für eine Patientin spezifische „Energiegefüge“ (z.B. „Stagnation des Leber-Qi“ und „Schwäche des Leber-Yin“) berücksichtigt.

Zyklusphasen

  • Phase I (Menstruation)
  • Phase II (Follikelphase)
  • Phase III (Ovulation / Eisprung)
  • Phase IV (Lutealphase)

Fortpflanzung und Niere

Das Vokabular der TCM erscheint ja zuweilen etwas verwirrend. Die Organbezeichnungen („Leber“, „Niere“, „Milz“, „Lunge“ usw.) bedeuten in der Chinesischen Medizin nicht nur Organe in dem uns bekannten biologisch-anatomischen Sinne, sondern umfassen auch ein Sammelsurium verschiedener Körperfunktionen, wobei die Funktionen z.B. der „Niere“ im Sinne der TCM nicht unbedingt identisch sind mit denen des anatomischen Organs Niere.
Zur „Niere“ im Sinne der TCM gehört unter anderem die Regulation von Geburt, Wachstum und Reproduktion, also von Funktionen, die wir ja eher den Hormondrüsen zuordnen würden. Das ist wichtig, weil bei der TCM-Behandlung des Kinderwunsches immer die „Niere“ eine zentrale Rolle spielt.

Menstruation

Mit dem ersten Tag der Blutung beginnt ein neuer Zyklus. Tag 1 bedeutet also also: erster Tag der Blutung. Die Mens gehört schon zur Follikelphase (in der ein neues Ei-Bläschen wächst), wird aber im Rahmen einer TCM-Behandlung besonders bedacht. Die für die Aufnahme eines befruchteten Eis vorbereitete Gebärmutterschleimhaut wird bei der Menstruation ungenutzt abgestoßen, weil sich offenbar kein befruchtetes Ei eingestellt hat.
Die Blutung wird angestoßen durch einen sehr niedrigen Spiegel der Hormone Östrogen und Progesteron.
Man kennt auch von einer Hormonbehandlung (z.B. Pille) den Begriff „Abbruchblutung“. Durch das Absetzen der Hormontabletten (z.B. Pillenpause) wird der Östrogen- und der Progesteronspiegel sehr niedrig, deshalb stellt sich eine Blutung ein. Das ist der gleiche Effekt, man könnte hier auch von „Pseudo-Menstruation“ sprechen.
Im TCM-Verständnis beginnt sich der „Chong Mai“ („Meer des Blutes“, ein am Bauch verlaufender Meridian) zu leeren.
Die Anwendung „blutbewegender“ Akupunkturpunkte oder Kräuter während der Menstruation kann die Fruchtbarkeit erhöhen, bei Zeichen einer „Blut-Stagnation“ (z.B. schmerzhafte oder klumpige Blutung oder auch sehr lange Blutung) kann diese Art der Behandlung intensiviert werden.
Nach dem Abbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) beginnt der Körper, Yin und Blut aufzubauen.

Follikelphase

In dieser wichtigen Phase reifen sowohl die Eizelle im Follikel wie auch die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium, in das sich das Embryo einnisten soll) heran.
In der TCM-Behandlung wird mit Ende der Periode das Yin gestützt, um das Wachstum von Follikel und Endometrium anzuregen.
Vor dem Eisprung wird von dem wachsenden Follikel immer mehr Östrogen (ein Yin-Hormon) freigesetzt.
LH bereitet den Follikel auf den Ausstieg der Eizelle vor und stimuliert die Progesteron-Sekretion (ein Yang-Hormon).
Die Eigenschaften des Vaginalsekretes (Zervixschleim), das als Reaktion auf das Östrogen gebildet wird, ändern sich im Zyklusverlauf und können dem TCM-Therapeuten wertvolle Hinweise auf das Zunehmen des Yin und damit auf die notwendigen Akupunkturpunke und Kräuter geben. Der in der nicht-fruchtbaren Phase (also immer, außer um den Eisprung) gebildete Schleim ist eher zäh-trocken (undurchdringlicher sogenannter Typ-G-Schleim). Die zunehmenden Mengen an Östrogen führen dann zur Bildung dünnflüssigeren Schleimes (Typ-L-Schleim).
Im Verlauf der Follikelphase können (z.B. auch in Abhängigkeit von der Art des Ausflusses) Yin-stützende Kräuter in der Dosis erhöht und Yang-stützende ergänzt werden.

Ovulation / Eisprung

Der Follikel ist jetzt auf eine Größe von etwa 2cm gereift, die Gebärmutterschleimhaut ist dickwandig und mit Blut gefüllt, um dem befruchteten Ei Nahrung zu bieten, es ist reichlich Sekret im Gebärmutterhals und im Eileiter, das befeuchtende Yin hat seinen Höhepunkt erreicht.
Mit dem dann folgenden Platzen der Follikelwand kommt „Bewegung in die Sache“ ein Zeichen des wachsenden Yang, die Eizelle wird ausgestoßen („Eisprung“). Dieser Prozeß kann durch blutregulierende Kräuter angestoßen werden. Die Eizelle wird vom Eileiter eingefangen. Hier kann bei der Behandlung dann zunehmend das Yang betont werden. Die „Wanderung“ der Eizelle aus dem Eierstock über den Eileiter in den Uterus ist abhängig vom freien Fluß des Qi, hier kann therapeutisch das Qi gestützt und bewegt werden.
Im Gebärmutterhals (Zervix) wird dann am letzten Tag vor dem Eisprung, ausgelöst durch die Östrogen-Stimulation, der schmierig-schleimige Zervixschleim vom Typ P gebildet, der ein spermienfreundliches, nährendes Milieu bildet (Yin). In dieser Phase können Yin- und Blutstützende Kräuter Menge und Qualität des Zervixschleimes erhöhen.

Lutealphase

Nach dem Eisprung wird aus dem Follikel der Gelbkörper (corpus luteum, der diesem Zyklusabschnitt seinen Namen gibt). Im Gelbkörper wird nun zunehmend Progesteron gebildet. In dieser Yang-Phase des Zyklus mit Progesteron-Dominanz ist die Körpertemperatur etwas höher als in der Yin-Phase (Follikelphase). Diese im Vergleich zur Follikelphase etwas höhere Basaltemperatur bestätigt einen erfolgreich „getätigten“ Eisprung. Eine empfängnisbereite Gebärmutterschleimhaut benötigt hohe Progesteronspiegel. Eine Schwäche des Nieren-Yang kann z.B. bestätigt werden durch niedrige Blutwerte für Progesteron in der Mitte dieser Gelbkörperphase. Die Behandlung in der Lutealphase erfolgt, wie ja immer in der TCM, individuell angepaßt an die zugrundeliegende Konstellation von Qi, Blut und Yin.

Für die Behandlung von Infertilität bei Kinderwunsch mit den Mitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist das Verständnis des weiblichen Zyklus aus der Sicht der Chinesischen Medizin wesentlich. Das Verständnis der Besonderheiten der Yin-Yang-Muster in den einzelnen Zyklusphasen und die Kenntnis der Wirkungen von Akupunkturpunkten (z.B. „Milz stützend“) und Heilkräutern (z.B. „Yang ergänzend“) ermöglichen es, ein individuell passendes Behandlungskonzept zu erstellen. Hierbei wird, wie bei jeder TCM-Behandlung, das für eine Patientin spezifische „Energiegefüge“ (z.B. „Stagnation des Leber-Qi“ und „Schwäche des Leber-Yin“) berücksichtigt.

Zyklusphasen

  • Phase I (Menstruation)
  • Phase II (Follikelphase)
  • Phase III (Ovulation / Eisprung)
  • Phase IV (Lutealphase)

Fortpflanzung und Niere

Das Vokabular der TCM erscheint ja zuweilen etwas verwirrend. Die Organbezeichnungen („Leber“, „Niere“, „Milz“, „Lunge“ usw.) bedeuten in der Chinesischen Medizin nicht nur Organe in dem uns bekannten biologisch-anatomischen Sinne, sondern umfassen auch ein Sammelsurium verschiedener Körperfunktionen, wobei die Funktionen z.B. der „Niere“ im Sinne der TCM nicht unbedingt identisch sind mit denen des anatomischen Organs Niere.
Zur „Niere“ im Sinne der TCM gehört unter anderem die Regulation von Geburt, Wachstum und Reproduktion, also von Funktionen, die wir ja eher den Hormondrüsen zuordnen würden. Das ist wichtig, weil bei der TCM-Behandlung des Kinderwunsches immer die „Niere“ eine zentrale Rolle spielt.

Menstruation

Mit dem ersten Tag der Blutung beginnt ein neuer Zyklus. Tag 1 bedeutet also also: erster Tag der Blutung. Die Mens gehört schon zur Follikelphase (in der ein neues Ei-Bläschen wächst), wird aber im Rahmen einer TCM-Behandlung besonders bedacht. Die für die Aufnahme eines befruchteten Eis vorbereitete Gebärmutterschleimhaut wird bei der Menstruation ungenutzt abgestoßen, weil sich offenbar kein befruchtetes Ei eingestellt hat.
Die Blutung wird angestoßen durch einen sehr niedrigen Spiegel der Hormone Östrogen und Progesteron.
Man kennt auch von einer Hormonbehandlung (z.B. Pille) den Begriff „Abbruchblutung“. Durch das Absetzen der Hormontabletten (z.B. Pillenpause) wird der Östrogen- und der Progesteronspiegel sehr niedrig, deshalb stellt sich eine Blutung ein. Das ist der gleiche Effekt, man könnte hier auch von „Pseudo-Menstruation“ sprechen.
Im TCM-Verständnis beginnt sich der „Chong Mai“ („Meer des Blutes“, ein am Bauch verlaufender Meridian) zu leeren.
Die Anwendung „blutbewegender“ Akupunkturpunkte oder Kräuter während der Menstruation kann die Fruchtbarkeit erhöhen, bei Zeichen einer „Blut-Stagnation“ (z.B. schmerzhafte oder klumpige Blutung oder auch sehr lange Blutung) kann diese Art der Behandlung intensiviert werden.
Nach dem Abbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) beginnt der Körper, Yin und Blut aufzubauen.

Follikelphase

In dieser wichtigen Phase reifen sowohl die Eizelle im Follikel wie auch die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium, in das sich das Embryo einnisten soll) heran.
In der TCM-Behandlung wird mit Ende der Periode das Yin gestützt, um das Wachstum von Follikel und Endometrium anzuregen.
Vor dem Eisprung wird von dem wachsenden Follikel immer mehr Östrogen (ein Yin-Hormon) freigesetzt.
LH bereitet den Follikel auf den Ausstieg der Eizelle vor und stimuliert die Progesteron-Sekretion (ein Yang-Hormon).
Die Eigenschaften des Vaginalsekretes (Zervixschleim), das als Reaktion auf das Östrogen gebildet wird, ändern sich im Zyklusverlauf und können dem TCM-Therapeuten wertvolle Hinweise auf das Zunehmen des Yin und damit auf die notwendigen Akupunkturpunke und Kräuter geben. Der in der nicht-fruchtbaren Phase (also immer, außer um den Eisprung) gebildete Schleim ist eher zäh-trocken (undurchdringlicher sogenannter Typ-G-Schleim). Die zunehmenden Mengen an Östrogen führen dann zur Bildung dünnflüssigeren Schleimes (Typ-L-Schleim).
Im Verlauf der Follikelphase können (z.B. auch in Abhängigkeit von der Art des Ausflusses) Yin-stützende Kräuter in der Dosis erhöht und Yang-stützende ergänzt werden.

Ovulation / Eisprung

Der Follikel ist jetzt auf eine Größe von etwa 2cm gereift, die Gebärmutterschleimhaut ist dickwandig und mit Blut gefüllt, um dem befruchteten Ei Nahrung zu bieten, es ist reichlich Sekret im Gebärmutterhals und im Eileiter, das befeuchtende Yin hat seinen Höhepunkt erreicht.
Mit dem dann folgenden Platzen der Follikelwand kommt „Bewegung in die Sache“ ein Zeichen des wachsenden Yang, die Eizelle wird ausgestoßen („Eisprung“). Dieser Prozeß kann durch blutregulierende Kräuter angestoßen werden. Die Eizelle wird vom Eileiter eingefangen. Hier kann bei der Behandlung dann zunehmend das Yang betont werden. Die „Wanderung“ der Eizelle aus dem Eierstock über den Eileiter in den Uterus ist abhängig vom freien Fluß des Qi, hier kann therapeutisch das Qi gestützt und bewegt werden.
Im Gebärmutterhals (Zervix) wird dann am letzten Tag vor dem Eisprung, ausgelöst durch die Östrogen-Stimulation, der schmierig-schleimige Zervixschleim vom Typ P gebildet, der ein spermienfreundliches, nährendes Milieu bildet (Yin). In dieser Phase können Yin- und Blutstützende Kräuter Menge und Qualität des Zervixschleimes erhöhen.

Lutealphase

Nach dem Eisprung wird aus dem Follikel der Gelbkörper (corpus luteum, der diesem Zyklusabschnitt seinen Namen gibt). Im Gelbkörper wird nun zunehmend Progesteron gebildet. In dieser Yang-Phase des Zyklus mit Progesteron-Dominanz ist die Körpertemperatur etwas höher als in der Yin-Phase (Follikelphase). Diese im Vergleich zur Follikelphase etwas höhere Basaltemperatur bestätigt einen erfolgreich „getätigten“ Eisprung. Eine empfängnisbereite Gebärmutterschleimhaut benötigt hohe Progesteronspiegel. Eine Schwäche des Nieren-Yang kann z.B. bestätigt werden durch niedrige Blutwerte für Progesteron in der Mitte dieser Gelbkörperphase. Die Behandlung in der Lutealphase erfolgt, wie ja immer in der TCM, individuell angepaßt an die zugrundeliegende Konstellation von Qi, Blut und Yin.