skip to Main Content
(0151) 52 44 17 77 jensheitmueller@posteo.de

Kinderwunsch

Auf dem Weg zum WunschbabyDer Wunsch nach Kindern ist tief in uns ver­wur­zelt. Die Gedanken bei einem uner­füll­ten Kinderwunsch kön­nen viel­fäl­tig sein. Von Trauer über Wut bis Verzweiflung über die Unfruchtbarkeit ken­nen Sie womög­lich alles. Das Etikett “Sterilität” paßt nach einem Jahr des uner­füll­ten Kinderwunsches (bei red­li­chem Bemühen ohne Kontrazeption).

Vielleicht waren Sie schon bei Ihrem Gynäkologen bzw. Urologen, sind viel­leicht auch schon den Weg in eine Kinderwunsch‐Sprechstunde gegan­gen. Möglicherweise haben Sie auch die Möglichkeiten der Schulmedizin in einem Kinderwunsch‐Zentrum schon erwo­gen oder pro­biert und es wur­de schon eine gewis­se Diagnostik durch­ge­führt.

Wenn Sie nach einer ande­ren Betrachtungs‐ und Herangehensweise suchen, nach einer freund­li­chen Behandlungsmethode: Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit Akupunkur und ihren aus­ge­klü­gel­ten Kräuter‐Rezepturen hat eine lan­ge Erfahrung mit weib­li­cher Infertilität und auch männ­li­cher Infertilität und bie­tet die Möglichkeit der Hilfestellung bei uner­füll­tem Kinderwunsch. Die Behandlung kann bei schnel­lem Erfolg nach eini­gen Wochen ”erle­digt” sein, läuft sonst über meh­re­re Monate und besteht aus einer wöchent­li­chen Akupunktur‐Behandlung und der täg­li­chen Einnahme der Heilkräuter.

Infertilität: Ursachenforschung

Kinderwunschbehandlung: Chinesische Medizin

Der uner­füll­te Kinderwunsch führt ja meist zu der Frage: Warum bin ich unfrucht­bar?
Ist es über­haupt die Frau, ist es der Mann, sind es bei­de, kann man da irgend­was “repa­rie­ren” oder sonst­wie “nach­hel­fen”? Gründe für Unfruchtbarkeit gibt es ja vie­le: das Alter, das Gewicht, psy­chi­sche Faktoren, ver­schie­de­ne Krankheiten (z.B. Schilddrüsenunterfunkton), frü­he­re Entzündungen (z.B. Chlamydien‐Infektionen) Störungen im Hormonhaushalt (z.B. Fehler in der Hirnanhangsdrüse), orga­ni­sche Gründe (z.B. Gebärmutterfehlbildungen oder Verwachsungen im Eileiter), Schwächen im Bereich der Spermien und und und. Es ist das Metier der Frauenärzte und der Urologen, hier für Klarheit zu sor­gen. Welche Art Behandlung dann hilf­reich sein könn­te, läßt sich erst dann for­mu­lie­ren. Und auch eine Prognose läßt sich bes­ser abschät­zen, wenn man weiß, ob die Eileiter gut durch­läs­sig sind oder nicht.
Eine TCM‐Behandlung kann man natür­lich mit oder auch ohne schul­me­di­zi­ni­sche Diagnostik durch­füh­ren, aber gegen eine Fehlbildung der Gebärmutter bei­spiels­wei­se hilft kei­ne Akupunktur und ist kein Kraut gewach­sen. Insofern ist eine gewis­se gynä­ko­lo­gi­sche und evtl. uro­lo­gi­sche “Vorarbeit” vor einer TCM‐Therapie gar nicht schlecht. Auch der Arzt für Chinesische Medizin wird also für Vorbefunde dank­bar sein, oder Sie sogar zu einer gewis­sen Diagnostik ermun­tern.

Kinderwunschbehandlung in der TCM

Für die Behandlung von Infertilität bei Kinderwunsch mit den Mitteln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist das Verständnis des weib­li­chen Zyklus aus der Sicht der Chinesischen Medizin wesent­lich. Das Verständnis der Besonderheiten der Yin‐Yang‐Muster in den ein­zel­nen Zyklusphasen und die Kenntnis der Wirkungen von Akupunkturpunkten (z.B. “Milz stüt­zend”) und Heilkräutern (z.B. “Yang ergän­zend”) ermög­li­chen es, ein indi­vi­du­ell pas­sen­des Behandlungskonzept für die Unfruchtbarkeit zu erstel­len.

Bei jeder TCM‐Behandlung wird das für eine Patientin spe­zi­fi­sche “Energiegefüge” (z.B. “Stagnation des Leber‐Qi” und “Schwäche des Leber‐Yin”) berück­sich­tigt. Bei Abweichungen von einem nor­ma­len Zyklus kann es auch erst­mal wich­tig sein, den Zyklus zu regu­lie­ren.

Machmal kommt man mit einer Rezeptur aus. Möglicherweise ver­schreibt Ihnen Ihr Therapeut aber auch z.B. vier ver­schie­de­ne Kräutermischungen. Diese sind dann auf die jewei­li­ge Zyklusphase abge­stimmt und wer­den nach­ein­an­der ein­ge­nom­men.

Wunschbaby bei Kinderwunsch mit Akupunktur und Kräutern
Nachwuchs im Ultraschall

Infertilität und Niere

Das Vokabular der TCM erscheint ja zuwei­len etwas ver­wir­rend. Die Organbezeichnungen (“Leber”, “Niere”, “Milz”, “Lunge” usw.) bedeu­ten in der Chinesischen Medizin nicht nur Organe in dem uns bekann­ten biologisch‐anatomischen Sinne. Vielmehr umfas­sen sie ein Sammelsurium ver­schie­de­ner Körperfunktionen, wobei die Funktionen z.B. der “Niere” im Sinne der TCM nicht unbe­dingt völ­lig deckungs­gleich sind mit denen des ana­to­mi­schen Organs Niere.
Zur “Niere” im Sinne der TCM gehört unter ande­rem die Regulation von Geburt, Wachstum und Reproduktion, also von Funktionen, die wir ja eher den Hormondrüsen zuord­nen wür­den. Das ist wich­tig, weil bei der TCM‐Behandlung des Kinderwunsches immer die “Niere” eine zen­tra­le Rolle spielt.

Zyklusphasen

Zyklusphasen aus Sicht der Chinesischen Medizin

Die Phasen des Zyklus

Menstruation

Infertilität und Zyklusphasen

Mit dem ersten Tag der Blutung beginnt ein neu­er Zyklus. Tag 1 bedeu­tet also also: erster Tag der Blutung. Die Mens gehört schon zur Follikelphase (Ein Follikel ist ein klei­nes Bläschen, in der ein neu­es Ei wächst), wird aber im Rahmen einer TCM‐Behandlung beson­ders bedacht. Die für die Aufnahme eines befruch­te­ten Eis vor­be­rei­te­te Gebärmutterschleimhaut wird bei der Menstruation unge­nutzt abge­sto­ßen, weil sich offen­bar kein befruch­te­tes Ei ein­ge­stellt hat.
Die Blutung wird ange­sto­ßen durch einen sehr nied­ri­gen Spiegel der Hormone Östrogen und Progesteron.
Man kennt auch von einer Hormonbehandlung (z.B. Pille) den Begriff “Abbruchblutung”. Durch das Absetzen der Hormontabletten (z.B. Pillenpause) fällt der Östrogen‐ und der Progesteronspiegel ab, des­halb stellt sich eine Blutung ein. Das ist der glei­che Effekt, man könn­te hier auch von “Pseudo‐Menstruation” spre­chen.
In der bild­rei­chen Sprache der TCM beginnt sich der “Chong Mai” (“Meer des Blutes”, ein am Bauch ver­lau­fen­der Meridian) zu lee­ren.
Die Anwendung “blut­be­we­gen­der” Akupunkturpunkte oder Kräuter wäh­rend der Menstruation kann die Fruchtbarkeit erhö­hen, bei Zeichen einer “Blut‐Stagnation” (z.B. schmerz­haf­te oder klum­pi­ge Blutung oder auch sehr lan­ge Blutung) wird die­se Art der Behandlung inten­si­viert.
Nach dem Abbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) beginnt der Körper, Yin und Blut auf­zu­bau­en.

Follikelphase

Zum WunschbabyIn die­ser wich­ti­gen Phase rei­fen sowohl die Eizelle im Follikel wie auch die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium, in das sich das Embryo ein­ni­sten soll) her­an.
In der TCM‐Behandlung der Unfruchtbarkeit wird mit Ende der Periode das Yin gestützt, um das Wachstum von Follikel und Endometrium anzu­re­gen.
Vor dem Eisprung wird von dem wach­sen­den Follikel immer mehr Östrogen (ein Yin‐Hormon) frei­ge­setzt.
LH berei­tet den Follikel auf den Ausstieg der Eizelle vor und sti­mu­liert die Progesteron-Sekretion (ein Yang-Hormon).
Die Eigenschaften des Vaginalsekretes (Zervixschleim), das als Reaktion auf das Östrogen gebil­det wird, ändern sich im Zyklusverlauf und kön­nen dem TCM‐Therapeuten wert­vol­le Hinweise auf das Zunehmen des Yin und damit auf die not­wen­di­gen Akupunkturpunke und Kräuter geben. Der in der nicht‐fruchtbaren Phase (also immer, außer um den Eisprung) gebil­de­te Schleim ist eher zäh‐trocken (undurch­dring­li­cher soge­nann­ter Typ‐G‐Schleim). Die zuneh­men­den Mengen an Östrogen füh­ren dann zur Bildung dünn­flüs­si­ge­ren Schleimes (Typ‐L‐Schleim).
Im Verlauf der Follikelphase kön­nen (z.B. auch in Abhängigkeit von der Art des Ausflusses) Yin-stüt­zen­de Kräuter in der Dosis erhöht und Yang-stüt­zen­de ergänzt wer­den.

Ovulation / Eisprung

Das Ei‐Bläschen, der Follikel, ist jetzt auf eine Größe von etwa 2cm gereift, die Gebärmutterschleimhaut ist dick­wan­dig und mit Blut gefüllt, um dem befruch­te­ten Ei Nahrung zu bie­ten, es ist reich­lich Sekret im Gebärmutterhals und im Eileiter, das befeuch­ten­de Yin hat sei­nen Höhepunkt erreicht.
Mit dem dann fol­gen­den Platzen der Follikelwand kommt “Bewegung in die Sache”. In der TCM wird for­mu­liert: das Yang nimmt zu. Die Eizelle wird aus­ge­sto­ßen (“Eisprung”). Dieser Prozeß kann durch blut­re­gu­lie­ren­de Kräuter ange­sto­ßen wer­den. Die Eizelle wird vom Eileiter ein­ge­fan­gen. Hier kann bei der Behandlung dann zuneh­mend das Yang betont wer­den. Die “Wanderung” der Eizelle aus dem Eierstock über den Eileiter in den Uterus ist abhän­gig vom frei­en Fluß des Qi, hier kann the­ra­peu­tisch das Qi gestützt und bewegt wer­den.
Im Gebärmutterhals (Zervix) wird dann am letz­ten Tag vor dem Eisprung, aus­ge­löst durch die Östrogen‐Stimulation, der schmierig‐schleimige Zervixschleim vom Typ P gebil­det, der ein sper­mi­en­freund­li­ches, näh­ren­des Milieu bil­det (Yin). In die­ser Phase kön­nen zur Behandlung der Unfruchtbarkeit Yin‐ und Blutstützende Kräuter Menge und Qualität des Zervixschleimes erhö­hen.

Lutealphase

Nach dem Eisprung wird aus dem Follikel der Gelbkörper (cor­pus lute­um, der die­sem Zyklusabschnitt sei­nen Namen gibt). Im Gelbkörper wird nun zuneh­mend Progesteron gebil­det. In die­ser Yang‐Phase des Zyklus mit Progesteron‐Dominanz ist die Körpertemperatur etwas höher als in der Yin‐Phase (Follikelphase). Diese im Vergleich zur Follikelphase etwas höhe­re Basaltemperatur bestä­tigt einen erfolg­reich “getä­tig­ten” Eisprung. Eine emp­fäng­nis­be­rei­te Gebärmutterschleimhaut benö­tigt hohe Progesteronspiegel. Eine Schwäche des Nieren‐Yang kann z.B. bestä­tigt wer­den durch nied­ri­ge Blutwerte für Progesteron in der Mitte die­ser Gelbkörperphase. Die Behandlung in der Lutealphase erfolgt, wie ja immer in der TCM, indi­vi­du­ell ange­paßt an die zugrun­de­lie­gen­de Konstellation von Qi, Blut und Yin.

Diagnostik bei Kinderwunsch

Die gynä­ko­lo­gi­sche Diagnostik ist aus­ge­feilt und wird vor der Behandlung auf dem Wege zum Wunschbaby durch­ge­führt. Hier ein kur­zer Überblick über häu­fig durch­ge­führ­te dia­gno­sti­sche Maßnahmen. Ein nor­ma­ler Zyklus ohne Schmierblutungen schließt eine wesent­li­che Hormonstörung schon­mal wei­test­ge­hend aus. Eine nor­ma­le Kurve der Basaltemperatur kann dies noch bestä­ti­gen.
Andernfalls kann die Bestimmung eini­ger Laborwerte Klarheit geben. Im Zentrum der Untersuchungen ste­hen die Funktion der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), der Eierstöcke (Ovarien), der Nebenniere und der Schilddrüse. In Frage kom­men­de Blutwerte sind: TSH (Steuerungshormon für die Schilddrüse), TPO‐Ak (Schilddrüsen‐Antikörper), FSH und LH (Steuerungshormone für die “baby­bil­den­den Organe”), Prolaktin (Milchbildung för­dern­des Hormon der Hypophyse), Estradiol, Progesteron, Testosteron, Androstendion und DHEAS (Hormone der Eierstöcke bzw. der Nebenniere), SHBG (Transporteiweiß für Sexualhormone) und AMH (Anti‐Müller‐Hormon der Eierstöcke).
Chlamydien‐Antikörper kön­nen Hinweise geben auf frü­he­re Infektionen, die die Eileiter beein­träch­ti­gen könn­ten.
Im vagi­na­len Ultraschall las­sen sich die Reifung der Eibläschen (Follikel) sowie die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) beur­tei­len.
Zur Diagnostik von Fehlbildungen im Bereich des Uterus, von Myomen, von Verwachsungen oder einer Endometriose oder von Störungen im Bereich der Eileiter ste­hen vagi­na­ler Ultraschall, MRT, Endoskopie der Gebärmutter (Hysteroskopie) oder die Bauchspiegelung (Laparoskopie) zur Verfügung. Die Untersuchugsergebnisse sind auch für den TCM‐Therapeuten hilf­reich und kön­nen sowohl für die Behandlung wie auch zur Abschätzung mög­li­cher Behandlungsergebnisse (Prognose) wich­tig sein.

Back To Top